OL37 vs. Spartak Bern (07.06.2026)
Aufstiegstraum geplatzt: Olympique bleibt zweitklassig.
Spielbericht von Nelio Flückiger
In der Rückrunde konnte bis jetzt kein Team jetzt Olympique Troissept das Wasser reichen. Dementsprechend selbstbewusst reisten unsere Provinzkicker am Sonntag-Vormittag auf die Allmend. An Respekt vor dem Gegner mangelte es jedoch nicht: Es wartete Spartak Bern, Vorjahresabsteiger und klarer Aufstiegskandidat.
Vor dem Anpfiff war die Ausgangslage klar: Rein rechnerisch lebte die Hoffnung auf einen Barrageplatz noch. Als Tabellenfünfter traf man auf den Drittplatzierten – ein direkter Konkurrent im Kampf um die Spitzenplätze. Die Rechnung war einfach: Wer träumen will, muss gewinnen.
Entsprechend engagiert starteten beide Teams in die Partie. Auf dem Platz wurde um jeden Ball gekämpft, Zweikämpfe wurden angenommen, Laufduelle geführt und keine Seite schenkte der anderen auch nur einen Quadratmeter Rasen.
Nach einer guten halben Stunde folgte dann der Moment des Spiels. Noah Urfer schnappte sich den Ball in der eigenen Platzhälfte und startete zu einem unfassbaren Solo. Er umkurvte einen Gegner, dann den nächsten und schliesslich gefühlt die halbe Mannschaft von Spartak Bern, bevor er den Ball eiskalt zur 1:0-Führung versenkte.
Encara Noah, Encara Noah, Encara Noah, Noah Noah! Gol, Gol, Gol, Gol
Die Freude währte allerdings nicht bis zum Pausentee. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhielt Spartak einen Eckball zugesprochen. Trotz guter Zuteilung im olympischen Defensivverbund, gelang es der Nummer 20 von Spartak, sich unentdeck davon zu schleichen. Die Flanke flog in den Strafraum und per Kopf netzte der mittlerweile ungedeckte Spartakspieler zum Ausgleich. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit blieb die Intensität hoch. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne, ohne dabei die defensive Ordnung völlig über Bord zu werfen. Chancen gab es auf beiden Seiten, doch entweder waren die Torhüter zur Stelle oder die Präzision liess im entscheidenden Moment etwas zu wünschen übrig. Obwohl Olympique Troissept diesen Siegtreffer unbedingt brauchte, blieb die zweite Halbzeit torlos.
Am Ende stand ein gerechtes 1:1 auf der Anzeigetafel. Ein Resultat, das zwar die grossen Barrage-Träume endgültig beerdigte, aber den Charakter unserer Mannschaft einmal mehr unterstrich. Olympique Troissept hielt gegen einen starken Gegner mit, zeigte Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist – und durfte sich zumindest über einen Punkt freuen.
Dadurch lässt sich am letzten Spieltag die punktetechnisch beste Tabellenplatzierung in der noch jungen Vereinsgeschichte von Olympique Troissept klar machen. Kommt vorbei: 21.06.2026 (11:00 Uhr) vs. Cholewärk Viktoria
Bilder zum Spiel folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
